• martin.fuka

6) Kosten bei der Unternehmensgründung


Ein Unternehmen zu gründen ist natürlich auch mit Kosten verbunden. Es gibt ja das sogenannte Laptop-Business. Du meldest Dein Gewerbe an, kaufst einen Laptop und ein Handy und los geht es. Du kannst das von zu Hause aus machen und sparst Dir sozusagen schon Mietkosten von Büros oder anderen Räumlichkeiten. Da sind die Kosten sicherlich überschaubar. Das trifft natürlich nur auf wenige Menschen zu.

Doch wenn Du ein Unternehmen im handwerklichen Bereich gründest, zB. als Installateur, dann sind die Anfangskosten schon wesentlich höher. Du benötigst ein KFZ, du benötigst vielleicht Räumlichkeiten, Werkzeuge, Materialien, Versicherungen usw. Da brauchst Du gleich mal 60.000/70.000 Euro um überhaupt starten zu können.

Businessplan:

Deshalb empfehlen wir Dir immer einen Businessplan zu erstellen, damit Du die Kosten schon im Vorhinein abschätzen kannst. Ein Businessplan wird meist für die ersten 2-3 Jahre gemacht. Da werden sämtliche Kosten von Deinem zukünftigen Unternehmen erfasst. Somit siehst schon am Beginn, ob Du genügend Eigenkapital hast, um mit Deinem Business starten zu können oder ob Du vielleicht besser noch ein oder zwei Jahre sparst. Im Businessplan musst Du auch Deine möglichen Umsätze für die nächsten 3 Jahre schätzen. Das ist sicherlich keine ganz so einfache Aufgabe.

Kredit:

Natürlich besteht die Möglichkeit, einen Kredit aufzunehmen. Doch auch für diesen ist ein plausibler und sehr detaillierte Businessplan notwendig. Und selbst um einen Mikrokredit zu bekommen, ist der Aufwand für Dich sehr groß, da die Banken doch ein relativ großes Risiko mit der Finanzierung von Jungunternehmern eingehen. Deshalb muss das gut überlegt und begründet sein. Und ohne dementsprechende finanzielle Eigenmittel wird es dann sehr schwer.


In Deinem Businessplan trägst Du sämtliche Kosten, die für Dein Unternehmen anfallen, ein. (Mieten, Leasing, Werkzeuge, Geräte, KFZ, Laptop, Telefon, Büromaterial, Lizenzen, Versicherungen, Sozialversicherungen, Steuern, Kontogebühren, Buchhaltungskosten, Steuerberatungskosten und natürlich auch Gründungskosten. Besonders bei Gründung von Kapitalgesellschaften wie zum Beispiel einer GmbH sind sowohl die Gründungskosten als auch die laufenden Kosten für Buchhaltung und Steuerberatung wesentlich höher. Auch Deine privaten Kosten für Auto, Versicherungen, Miete, Betriebskosten, Telefon, Internet, Essen, Kleidung werden im Businessplan erfasst.


Folgende Kosten hast Du immer, egal ob Du Umsatz machst oder nicht.

Sozialversicherung Steuern/Abgaben Kammerumlagen Tourismusabgaben Versicherungen Kontogebühren Kreditgebühren Mieten, Leasing

Förderungen: Das schöne ist, wir leben in einem wunderbaren Land. Und besonders für Jungunternehmer gibt es einige tolle Förderungen von verschiedenen Institutionen um den Start zu erleichtern. Da sprichst Du am besten mit Deinem Unternehmen-Service-Partner, Deinem Steuerberater oder mit der Wirtschaftskammer.



Dennoch empfehlen wir Dir am Beginn deiner Selbstständigkeit nach Anschaffung sämtlicher Ressourcen finanzielle Mittel von mindestens 6 Monaten auf die Seite gelegt zu haben. Wenn du also private Fixkosten von € 1.500,00 im Monat hast, und für dein Unternehmen weitere Fixkosten von € 1.800,00 im Monat hast. Dann solltest du rund € 20.000,00 angespart haben, um zumindest ein halbes Jahr lang auch mit wenig oder gar kein Einkommen durchzukommen.

Auch wenn Du das notwendige Geld noch nicht hast, lass Dich nicht entmutigen. Wenn Du an Dich glaubst, wenn Du absolut von dem überzeugt bist, was du machen willst, dann wird auch das notwendige Geld zu Dir kommen.


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